Thermometersiedlung schafft Grundlage für mehr biologische Vielfalt

Foto: Sebastian Runge/Stiftung für Mensch und Umwelt
Am 18. September 2025 wurde in der Thermometersiedlung unter fachlicher Anleitung des Naturgarten-Teams der Stiftung für Mensch und Umwelt eine naturnahe Blumenwiese und Staudenpflanzung angelegt. Als Teil des Projekts „Sichtbar Grün“ gewannen die Teilnehmer* innen auch spannende Einblicke in die praktische Arbeit der gemeinnützigen Stiftung, die sich leidenschaftlich für die biologische Vielfalt einsetzt.
Tag der offenen Tür des QMs im Sommerregen

Das Büro des Quartiersmanagements in der Celsiusstraße 66 ist klein. Es ist zwar ein guter Ort für Gespräche, aber viele Leute passen nicht hinein. Grund genug, den Tag der offenen Tür vor dem Büro stattfinden zu lassen. Zumal sich im Juli die meisten Menschen sowieso lieber draußen aufhalten. Dieses Jahr kam allerdings etwas dazwischen: Es plätscherte den ganzen Tag vom Himmel, ein Hauch von subtropischer Regenzeit in der Thermometersiedlung.
Gesundes Kuchen-Buffet
Aber der Tag der offenen Tür fiel nicht ins Wasser. Im Gegenteil: Viele Nachbarinnen und Nachbarn folgten der Einladung und nahmen an den gedeckten Tischen unter einem großen Pavillon Platz, der Schutz vor Regen bot. Bei Kaffee, Tee und selbstgebackenem Kuchen ließ sich trotz des Wetters ganz wunderbar miteinander plaudern und so nutzten viele Menschen die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen und sich (nicht nur) über Kiezgeschehen auszutauschen.
Ernährungslots*innen mit Smoothie-Bike
Ein besonderes Highlight war das Smoothie-Bike der Ernährungslots*innen Anna Dernis und ihrem Kollegen - ein Fahrrad, auf dessen Gepäckträger ein Mixer installiert war und der durch das Treten der Fahrrad-Pedale köstliche Frucht-Smoothies zubereitete.
Die Ernährungslots*innen des „Berliner LebensMittelPunkte-Netzwerk” sind seit zwei Jahren in verschiedenen Einrichtungen in der Thermometersiedlung unterwegs und organisieren, beraten und unterstützen nachbarschaftliche Aktivitäten rund ums gemeinsame Kochen und Essen und bauen – wie bspw. im Kieztreff - Verteilstationen für Lebensmittel auf. Die Lebensmittel stammen entweder aus solidarischer Landwirtschaft oder wurden vorm Wegwerfen gerettet.
Sichtbar Grün
Kein Obst und keine Kuchen, dafür aber verschiedene Pflanzen und Samen hatten Dominik Jentzsch und Markus Schmidt vom Projekt „Sichtbar Grün - “, das von der Stiftung für Mensch und Umwelt durchgeführt wird, mitgebracht und an die Nachbarinnen und Nachbarn verteilt. Sie gaben einen Einblick in ihre Arbeit und informierten über zukünftige Aktionen im Kiez. Für 2,5 Jahre werden sie aus dem Programm Sozialer Zusammenhalt gefördert mit dem Ziel, grüne Begegnungsorte im Kiez zu schaffen, Biodiversität zu fördern und sich mit Clean-Up-Aktionen für ein sauberes Quartier einzusetzen. Aktuell organisieren sie die Pflanzung von Wildblumenwiesen und die Begrünung/Gestaltung der Eingangstreppe des Familienzentrums in der Mercator-Grundschule.
Kinofieber in der Thermometersiedlung
Lust auf das ganz große Kino machte uns Leona Stark, die Projektleiterin des Projekts „Kinofieber“ von Barbarella Entertainment. Sie informierte die Nachbarinnen und Nachbarn im persönlichen Gespräch über die anstehenden Kinoveranstaltungen in diesem Sommer. Bei hoffentlich regenfreiem Himmel wird es am 25. Juli einen Kurzfilmspaziergang mit dem Fahrrad-Kino durch die Thermometersiedlung geben, Beginn ist 21.00 Uhr auf dem Kiezplatz. Und am 26. Juli folgt dann das Open-Air-Kino mit einer Filmpreview. Gezeigt wird die Familienkomödie „Ganzer halber Bruder“ von Hanno Olderdissen, u.a. mit dem Schauspieler Christoph Maria Herbst. Beginn ist 21.00 Uhr, ebenfalls auf dem Kiezplatz. Der Eintritt ist frei. Für Snacks und Getränke wird gesorgt.
Der Tag der offenen Tür war ein voller Erfolg, denn die Nachbarinnen und Nachbarn blieben. Es war so schön zu sehen, dass an jedem Tisch lebendig erzählt wurde, die Projektträger über ihre Arbeit informieren konnten und der Sommerregen hierbei ganz in Vergessenheit geriet.
Projekt „Sichtbar Grün“: Naturnahe Gärten für alle

Projektmitarbeiter Dominik Jentzsch mit Helfer*innen beim Clean-Up-Day.
Zwischen den einzelnen Häusern in der Thermometersiedlung gibt es zwar viele grüne Flächen, es fehlen aber naturnahe Gärten, die zum Verweilen einladen, Nahrung für Insekten bieten und mit der zunehmenden Trockenheit zurecht kommen. Seit Anfang des Jahres kümmert sich das Projekt „Sichtbar Grün“ um eine Verbesserung der Situation. Der Projektträger, die „Stiftung für Mensch und Umwelt“, verfolgt dabei eine langfristige Strategie, die ebenso die Bedürfnisse der Menschen im Blick hat: „Auch die Akzeptanz der Nachbar*innen muss wachsen“, sagt Projektmitarbeiter Dominik Jentzsch.
Pflanzen-Kunst für Artenvielfalt

An einer Biege der Celsiusstraße vor der Eben-Ezer-Gemeinde wachsen seit Mittwoch, den 14. Mai 2025, kleine Pflänzchen. Das neue Blumenbeet ist Teil des Kunstprojektes „Pollinator Pathmaker“ der Künstlerin Alexandra Daisy Ginsberg, das durch Initiative des Quartiersmanagements in die Thermometersiedlung kam. Der Clou an der Sache: es ist weniger Kunst für Menschen als vielmehr für bestäubende Insekten. Das Beet reiht sich ein in ein Netzwerk kleiner und großer Gärten, die in Kontinentaleuropa entstehen sollen.
Q*Club - eigene Räume und neue Angebote

Q*Club ist ein wertschätzender Raum, für queere Jugendliche und junge Menschen zwischen 12 und 27 Jahren, die der LGBTIQ+ Community offen und bestärkend gegenüberstehen. Organisiert wird der Q*Club von Outreach, einem Träger der Jugendhilfe in Berlin.
Der Q*lub hat seit April 2025 eigene Räumlichkeiten im Erdgeschoss der JFE Flemmingstraße (Paulsenstrasse 22, 12163 Berlin), wodurch die mobile Arbeit durch ein regelmäßiges Angebot erweitert werden kann.
Ab Mai starten folgende Angebote:
Sprechstunde & Beratung
Kontaktiere das Q*Club-Team und vereinbare mit ihm einen Termin
Wann? Jeden 1. & 3. Dienstag im Monat, 14:00 - 18:00 Uhr
Offenes Angebot
Gemeinsam chillen, sich austauschen, kreativ ausleben, zocken oder kochen. Komm einfach vorbei!
Wann? Jeden Mittwoch, 14:00 - 19:00 Uhr
Für mehr Informationen und wo du den Q*Club findest, folge dem Q*Club Instagram-Account, schreibe dem Team eine Nachricht oder eine e-Mail.
Tel.: + 49 151 6469 1925 - Selina (sie/ihr) oder + 49 151 6469 3845 - Linda (sie/ihr)
Mail:
#qlub.outreach.berlin.sz
Es geht los: Der Stangenpfuhl und der Stangengraben werden aufgewertet

Der Stangenpfuhl ist ein grüner Ort mit einem kleinen Rückhaltebecken am östlichen Rand der Thermometersiedlung. Als Naherholungsort taugt er bislang eher nicht: Die Wege, falls vorhanden, sind zugewuchert, schöne Aufenthaltsflächen fehlen. Nach einem Votum des Quartiersrates kam der Stangenpfuhl auf die Liste wünschenswerter Bauvorhaben. Nach der Bürgerbeteiligungs- und der Planungsphase geht es jetzt los: Der Stangenpfuhl und der davon abgehende Stangengraben werden aufgwertet.
Berliner Ratgeber Inklusion
In der aktuellen Ausgabe informiert die Broschüre (Stand Oktober 2024) umfassend über Unterstützungsleistungen und praktische Hilfen in vielen Lebenslagen. Die Themen reichen vom Schwerbehindertenrecht, über Arbeit und Beruf, Mobilität im Alltag, Steuervorteile, Kinder- und Jugendhilfe bis hin zur Gesundheit, Pflege und Mediennutzung. Ergänzend dazu gibt es eine Auflistung wichtiger Adressen. Zahlreiche Beiträge und Anzeigen zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ergänzen den Ratgeber.
Der Berliner Ratgeber Inklusion für Menschen mit Behinderung ist als Download erhältlich unter: https://www.berlin.de/lageso/behinderung/schwerbehinderung-versorgungsamt/ratgeber-inklusion/
Den Ratgeber bekommen Sie zudem im Kundencenter des Versorgungsamtes, in den Bürgerämtern der Bezirke, bei den Beauftragten für Menschen mit Behinderungen in den Bezirken, in den bezirklichen Beratungsstellen für Menschen mit Behinderung und in den Sozialdiensten der Berliner Krankenhäuser.
Den Ratgeber gibt es auch auf CD als Hörversion und in leichter Sprache. Mahr dazu finden Sie auf der Homepage des LAGeSo: https://www.berlin.de/lageso/

